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Die vier Grundsätze, ein Gesetz und zwei Erscheinungen im open space

1. Grundsatz
“Die da sind, sind genau die Richtigen”
Das bedeutet: ich arbeite, verhandle, überlege mit den Menschen, die anwesend sind. Ich denke nicht über diejenigen nach, die nicht kommen konnten. Das lenkt ab. Ich wende mich den Menschen zu, die mit mir zusammen sind und lasse mich auf sie ein.

2. Grundsatz
“Was auch immer geschieht: Es ist das Einzige, was geschehen konnte”
Das bedeutet: ich konzentriere mich auf das, was jetzt im Augenblick geschieht und für mich Bedeutung hat. Alles, was hätte geschehen sollen, können oder müssen ist völlig irrelevant. Ich entdecke die Möglichkeiten, die sich mir jetzt bieten und nehme diese wahr.Diese Tatsache des Lebens hat sich auch in Sprichwörtern niedergeschlagen, wie zu Beispiel in: “Hätt’ der Hund nicht geschissen – hätt’ er den Has’ gefangen!” oder “Wenn das Wörtchen wenn nicht wär, wär mein Vater Millionär!”

3. Grundsatz
“Es fängt an, wenn die Zeit reif ist”
Der tolle Einfall oder die bahnbrechende Idee kommen nicht auf Bestellung. Die Innovationen ist nicht planbar. Ich begebe mich mit den anderen in den Rhythmus der Gruppe und erharre den richtigen Zeitpunkt gelassen.

4. Grundsatz
“Vorbei ist vorbei / Nicht vorbei ist nicht vorbei”
Das bedeutet: ich gehe mit meiner Zeit bewusst und verantwortungsvoll um. Wenn eine Aufgabe erledigt ist, dann wende ich mich anderen Dinge zu. Ich muss nicht bis zum Ende der Gruppensitzung ausharren, wenn das Anliegen schon befriedigend bearbeitet ist. Wenn jedoch die vereinbarte Zeit schon abgelaufen ist und es gerade anfängt spannend zu werden, dann verabrede ich mich neu mit den Leuten oder wir setzen die Arbeit woanders fort.

“Das Gesetz der zwei Füße”
Jeder begibt sich an den Ort, an dem er entweder etwas lernen oder beitragen kann. Ich ziehe nur Energie von einer Gruppe ab, in der ich mich langweile. Ich ehre eine Gruppe mit meiner Abwesenheit wenn ich weder etwas lernen oder beitragen kann. Und vor allem ehre ich mich selbst, wenn ich einen produktiveren Ort aufsuche oder ein Nickerchen mache.

Weil dieses Gesetz befolgt wird, gibt es im open space zwei Erscheinungen:

Hummeln
Hummeln sind das Sinnbild für Geschäftigkeit und Fleiß. Sie schwirren von Gruppe zu Gruppe und befruchten die Arbeit durch ihre Beiträge. Sie tragen den kostbaren “Blütenstaub” mit sich und bereichern dadurch den Austausch.

Schmetterlinge
Schmetterlinge hingegen sind systemisch betrachte Zentren der Inaktivität. Sie sind unentschlossen und absichtslos. Und gerade weil nichts geplant ist, gibt es viel Raum, in dem etwas geschehen kann.
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